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Binance wehrt sich erneut gegen FUD und angeblich falsche Medienberichte

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Nach der Insolvenz von FTX sind die Augen auf die weltgrößte Kryptobörse Binance gerichtet: Wird dort seriös gewirtschaftet? Binance weist nun in einem Statement Gerüchte zurück und versichert seine finanzielle Stabilität.

Die juristische Aufarbeitung der bankrotten Kryptobörse FTX hat begonnen, dort sind offensichtlich Milliarden US-Dollar von Kundengeldern in riskanten Eigengeschäften verloren gegangen. Im Zuge der Ereignisse um FTX und Gründer Sam Bankman-Fried mehren sich Stimmen, die auch der weltweit wichtigsten Kryptobörse Binance misstrauen. Die Nachrichtenagentur Reuters titelte, die Finanzen von Binance seien eine “blackbox”, also von außen nicht wirklich zu prüfen. Auf Twitter häufen sich Wortmeldungen, die prognostizieren, nach FTX werde nun Binance in finanzielle Schieflage geraten. Nachdem Binance CEO Changpeng Zhao (CZ) sich bereits vergangene Woche gegen die aus seiner Sicht üble Nachrede wehrte, hat sein Unternehmen jetzt auch einen Blogpost veröffentlicht, der für Klarheit sorgen soll. Eine Handvoll Punkte hat sich Binance dabei herausgepickt, in denen man die Sachlage erklären will:

1. Probleme bei Abhebungen: Binance führt zeitweise verzögerte Abhebungen darauf zurück, dass eine dienstleistende Bank in New York nicht 24/7 arbeite. Man bemühe sich, hier Strukturen zu verbessern. Erneut wird versichert, dass Einlagen von Kunden 1:1 gesichert und von Binance nicht angerührt werden. Hingewiesen wird auf die Tage 12. und 14. Dezember, als jeweils mehr als 6 Milliarden US-Dollar von Binance abflossen und dies letztendlich problemlos über die Bühne ging, auch wenn es sich um Rekordwerte handelte.

2. Binance betont, profitabel zu arbeiten und den Großteil seiner Gewinne aus Gebühren zu schöpfen. Reuters hat hier mithilfe von Marktdaten für dieses Jahr bis Oktober einen Überschuss bei Binance von rund 11 Milliarden US-Dollar errechnet. Binance kommentiert diese Zahl nicht, verweist aber darauf, ohne Kredite auszukommen und genügend Rücklagen zu besitzen, um auch schwierige Phasen ohne Liquiditätsprobleme zu überstehen.

3. Der Ausstieg der Buchprüfer von Mazars: Anfang Dezember hatte Binance das Ergebnis einer Buchprüfung durch das Accounting-Unternehmen Mazars veröffentlicht, welche bescheinigte, dass die Reserven in Bitcoin (BTC) Verbindlichkeiten übertreffen. Doch kurz danach kündigte Mazars die Zusammenarbeit mit Binance auf. Die Kryptobörse stellt jetzt klar, dass Mazars nicht nur Binance, sondern alle Krypto-Unternehmen von der Kundenliste gestrichen habe.

4. Schwierigkeiten bei finanzieller Transparenz: Binance schreibt, die sogenannten “Big Four” unter den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften täten sich schwer, das neue Feld von Krypto-Unternehmen als Kunden zu akzeptieren. Dies hänge eng mit ungewohnten Strukturen und Technologien zusammen. Aber man bemühe sich weiter, hier Lösungen zu finden und werde über Fortschritte zu informieren. Unter den “Big Four” sind Ernst & Young, Deloitte, KPMG und Pricewaterhouse zu verstehen.

5. Irreführende Medienberichte: Binance verweist darauf, als privates Unternehmen keine detaillierten Finanzberichte vorlegen zu müssen. So seien Berichte wie von Reuters mit Schlagwörter wie “Blackbox” tendenziös. Im Übrigen erfülle Binance in seinen nationalen Niederlassungen die jeweiligen Vorgaben zu finanzieller Transparenz.

6. Angebliche Ermittlungen in den USA gegen Binance: Reuters meldete auch, dass US-Behörden prüfen, ob der amerikanische Ableger von Binance tatsächlich finanziell unabhängig von der Mutterfirma arbeite. Es ist die Rede von möglicher Beihilfe zur Geldwäsche und Steuervermeidung. Binance will juristische Diskussionen hier nicht kommentieren, aber stellt heraus, weltweit mit Strafverfolgern zu kooperieren. In den letzten zwölf Monaten habe man mehr als 47.000 offizielle Auskunftsgesuche beantwortet und die Zahl der Mitarbeiter in den Teams für Sicherheit und Compliance verfünffacht. Berichte wie jüngst von Reuters würden häufiger auftreten und durch Vermutungen und reißerische Schlagzeilen Aufmerksamkeit erzeugen, so Binance.

7. Binance als Killer von FTX: In diversen Diskussionen und Reports wird behauptet, Binance stecke hinter der Insolvenz von FTX und habe diese bewusst herbeigeführt. Tatsächlich hatte sich Binance kurzfristig als FTX Retter ins Spiel gebracht, eine mögliche Übernahme aber 24 Stunden später bereits abgeblasen. Grundsätzlich gelte die Aussage von CEO CZ, dass sich FTX selbst zerstört hat, so Binance. Man sehe andere Kryptobörsen übrigens nicht als Konkurrenz, da die Kryptoindustrie erst knapp 6 Prozent der Weltbevölkerung erreiche und so Wachstumspotenzial für alle Marktteilnehmer vorhanden sei.

Fazit: Binance in neuer Rolle defensiver als gewollt

Es ist nachzuvollziehen, warum Binance nicht mit FTX verglichen werden möchte und sich darum sorgt, in eine Art Sippenhaft für die Kryptoindustrie genommen zu werden. Neue Zahlen zu den nach dem FTX Crash verschobenen Marktanteilen belegen, wie Binance seinen Vorsprung zu Mitbewerben nochmals vergrößern konnte. Der merkwürdigerweise bisher nur auf Chinesisch veröffentlich Blogpost von Binance spricht zwar kritische Fragen offensiv an, zeigt aber auch das Dilemma auf: Momentan wollen die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ihren Namen nicht für Kryptobörsen hergeben und so wird es nicht einfach für Binance, anerkannte externe Buchprüfer anzuheuern. Fairerweise rät Binace seinen Kunden, Guthaben in Bitcoin und Co. im Zweifelsfall auf externen Wallets zu lagern, wir empfehlen hier unbedingt eine Hardware Wallet.

   
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