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Solana Ökosystem Analyse: Schafft die SOL Coin ein Comeback in 2023?

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Hat der Zusammenbruch von der Krypto Börse FTX dazu geführt, dass Solana und die SOL Coin ein Tief erreicht haben, vom dem sie sich nie wieder erholen können?

Wer meine Solana Prognose kennt, der weiß, dass ich die Altcoin noch lange nicht abgeschrieben habe. Das Gegenteil ist der Fall! In meiner Analyse argumentiere ich, dass sich die SOL Coin aufgrund der Umstände mit FTX zu einer der lukrativsten Investitionsmöglichkeiten überhaupt entwickeln könnte. Doch soll es heute nicht um eine technische Chartanalyse gehen.

Heute und hier gebe ich Dir einen Überblick über den Status des dortigen Ökosystems nach dem Crash von FTX. Dieser Artikel dient allerdings einzig und allein nur zu Informationszwecken. Er soll nicht als Anlageberatung dienen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Solana und seine technische Entwicklung
  2. Dezentralität des Netzwerks
  3. Anwendungen auf Solana
  4. Fazit zum Status Quo von Solana

Key-Takeaways: Solana hat zweifelsohne mit Problemen zu kämpfen. Der Solana Kurs spricht dafür Bände. Das DeFi-Ökosystem hat signifikante Kapitalabflüsse erlebt, während die Tokenomics nach wie vor problematisch ist. Auch technisch ist die Blockchain noch nicht ausgereift. Neue Initiativen könnten dies allerdings bald ändern. Es zeigt sich zudem, dass Solana nicht abhängig von FTX und seiner Gefolgschaft ist und nach wie vor auf ein gesundes Netzwerk und eine treue Entwickler-Gemeinschaft zurückgreifen kann. Insbesondere im NFT-Sektor ist das Ökosystem von Solana zudem nach wie vor stark aufgestellt.

Solana und seine technische Entwicklung

Bis heute ist die Flucht von Solana-Entwicklern auf andere Blockchains ein heiß diskutiertes Thema. Doch wie berechtigt sind diese Befürchtungen wirklich?

Um dies herauszufinden, wurde kürzlich eine Umfrage durchgeführt. Diese hatte zum Ziel, Daten zu sammeln, die diese Befürchtung entweder bestätigen oder widerlegen können. Das Ergebnis ist wie folgt:

Eine beträchtliche Anzahl von Entwicklern setzt tatsächlich auf andere Blockchains. Allen voran auf die von Ethereum. Nichtsdestotrotz bleibt mit 66% der befragten Entwicklern die Mehrheit ausschließlich auf Solana.

Besonders interessant ist, dass in etwa 72% der befragten Entwickler angab, dass ihr Team überhaupt nicht von dem Zusammenbruch der Krypto Börse FTX betroffen war. Rund 20% hatten allerdings ihre persönlichen Vermögenswerte oder die des Projektes auf FTX.

Zusammenfassend hatte der FTX Crash also durchaus eine signifikante Abwanderung von Entwicklern zur Folge. Allerdings bleibt die Mehrheit der Gemeinschaft dem Netzwerk von Solana treu. Welche Entwicklungen dabei tatsächlich stattfinden, schauen wir uns jetzt an.

Solana soll bis zu 600.000 TPS schnell werden

Firedancer, Jito-Solana und Multiple Leaders per Slot sind einige der am meisten erwarteten Projekte innerhalb der Entwicklergemeinschaft und an ihnen wird nach wie vor gewerkelt.

Firedancer ist ein unabhängiger, C++ basierter Validator-Client, der von Jump Crypto entwickelt wurde. Sobald er in Betrieb ist, wird Solana die zweite Blockchain (nach Ethereum) mit mehreren Clients sein. Mehrere Codesätze zu haben, welche die Blockchain von Grund auf “ausführen” können, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler dem Netzwerk erheblichen Schaden zufügen kann.

Die Initiative besitzt zudem das Potenzial, die Leistung von Solana massiv zu verbessern. Dabei wurde eine Leistungsfähigkeit von 600.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) demonstriert. Aktuell sind laut dem Team bis zu 65.000 TPS möglich, wobei der Durchschnitt eher bei 3.000 TPS.

Das ist zwar immer noch beeindruckend schnell, wenn wir es mit den 15 TPS von Ethereum vergleichen, aber deutlich weniger als kommuniziert. Daher sollten die 600.000 TPS mit Sicherheit ebenfalls mit Vorsicht genossen werden, dennoch demonstrieren sie, dass hier signifikante Verbesserungen der technischen Leistungskapazität im Kommen sind.

Firedancer befindet sich zwar noch in der Testphase, aber es wird erwartet, dass es im Laufe des Jahres 2023 schrittweise eingeführt wird.

Jito-Solana soll effizientere Märkte schaffen

Jito-Solana ist ein modifizierter Validator-Client von Jito Labs. Er soll die Erleichterung von MEV ermöglichen. MEV steht dabei für “maximal extrahierbarer Wert” und ein Begriff aus dem Blockchain-Bereich. Er bezieht sich auf das Extrahieren des Wertes aus der Transaktionsreihenfolge auf der Blockchain. Ähnlich wie es Flash-Bots auf Ethereum tun.

Für den normalen Anleger ist das Thema zwar schwerer zu fassen, aber dennoch sollte deswegen die Bedeutung eines optimierten MEV für Solana nicht unterschätzt werden. Er schafft nämlich effizientere Märkte.

Ein effizienterer Datenfluss auf der Blockchain

Solana hat sein altes Datenübertragungsprotokoll, das User Datagram Protocol (UDP), durch QUIC ersetzt. Dieses ermöglicht eine bessere Kontrolle über den Datenfluss auf der Blockchain von Solana. Validierer sind dadurch leichter in der Lage, Spam-hafte Transaktionsdaten herauszufiltern, welche die Blockchain in der Vergangenheit beschädigt haben.

In diesem Zusammenhang sind auch die bereits teilweise implementierten Gebührenmärkte interessant. Solana-Konten haben nämlich eine harte Obergrenze für die Rechenleistung. Ist diese einmal erreicht, können nachfolgende Transaktionen den Zustand des Kontos während eines bestimmten Blocks nicht mehr verändern. Lokale Gebührenmärkte ermöglichen es aber Nutzern, Prioritätsgebühren an Validierer zu senden. Dadurch kann die Dringlichkeit einer Änderung des Kontostandes ausgedrückt werden. Und zwar nachdem das Konto bereits das Limit seiner Rechenleistung erreicht hat.

Das Ergebnis ist weniger Spam, da dieser mühelos überboten werden kann. Das wiederum ermöglicht ebenfalls eine größere Effizienz der Blockspace-Märkte auf Solana. Wie die folgende Grafik zeigt, verzeichnet das Ökosystem auf Solana eine schnelle Adoption dieser Neuerung.

Mittlerweile betragen diese sogenannten “Fees with bump” einen Anteil von über 30% der insgesamten Transaktionsgebühren. Das bedeutet, dass nachweislich mehr Transaktionen im Netzwerk nicht das Resultat von Spam, sondern echter Aktivität ist.

Und hier endet die Innovation noch nicht. Denn auch Concurrent Merkle Trees ist eine neue, von Solana Labs entwickelte Methode, welche die Komprimierung von Kontodaten ermöglicht und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, den Zustand dieser Daten zu ändern.

Eine solche Kontokomprimierung wird die Kosten und den Speicherbedarf auf der Blockchain von Solana erheblich senken. Vor der Komprimierung würde die Speicherung von Daten für 10 Millionen Vermögenswerte 1,14 Millionen US-Dollar kosten und 3,8 GB Speicherplatz beanspruchen. Durch die Komprimierung senkt sie dasselbe Paket auf 250 US-Dollar und 828 KB. Wir sprechen also über eine Senkung in Höhe von 99,98% für die Kosten und den beanspruchten Speicherplatz.

Metaplex, eine NFT-Plattform auf Solana, plant, dies zu nutzen, um die Kosten für die NFT-Prägung auf der Plattform exponentiell zu senken. Doch darauf kommen wir an einem späteren Teil des Berichts noch zu sprechen.

Dezentralität des Netzwerks

Wie haben darüber gesprochen, dass auf Solana sehr wohl noch Innovation stattfindet. Die Entwicklungen haben also nicht durch den FTX Crash gestoppt. Doch wie ist es um die Gesundheit des Netzwerkes beschert? Ist Solana ausreichend dezentralisiert?

Geographische Verteilung der Solana-Validierer

Mit Stand vom 24. Dezember verfügt das Solana-Netzwerk über insgesamt 2.317 Validierer mit einem Gesamteinsatz von ~377 Millionen SOL Coins. Das entspricht aktuell immerhin über 50% des Angebots aller Solana Coins. Die Validierer verteilen sich dabei auf mehr als 35 geografische Standorte rund um den Globus und 138 einzelne Rechenzentren.

Obwohl die Validierer über mehr als 35 geografische Standorte verteilt sind, befinden sich rund 42% von ihnen in den USA und Deutschland. Eine solche geografische Konzentration ist typisch für ein Layer-1-Blockchain und stellt ein Problem dar.

Die Gefahr ist hoch, dass zu viele Validierer an einem Standort Opfer von geopolitischen Risiken, Vorschriften und Naturkatastrophen werden können. Wenn diese Anzahl an Validierern einen signifikanten Anteil im gesamten Netzwerk ausmachen, werden diese Umstände auch zu Risiken für das gesamte Netzwerk.

Währenddessen liegt der Nakamoto-Koeffizient von Solana bei 28. Der Nakamoto-Koeffizient ist ein branchenüblicher Maßstab für den dezentralen Charakter einer Blockchain. Der Wert von 28 ist natürlich kein Vergleich zu Bitcoin, aber liegt über dem Branchendurchschnitt.

Dezentralisierungsgefahr durch Rechenzentren

Ein weiteres Problemfeld für die Dezentralisierung eines Netzwerks ist die Konzentration von Rechenzentren. Die Nutzung von privaten Rechenzentren wie beispielsweise AWS für den Betrieb von Validatoren stellen potentiell natürlich eine Gefahr da. Theoretisch verleiht das den eigentlichen Eigentümern der Rechenzentren eine unverhältnismäßig große Macht über das Netzwerk. Das ist auch ein Problem, mit dem Ethereum zu kämpfen hat.

Der “Hetzner-Vorfall” zeigt, wie problematisch eine zu hohe Konzentration auf Rechenzentren werden kann. Ende September wies das Netzwerk von Solana mit dem deutschen Web-Hosting-Unternehmen Hetzner Online eine hohe Konzentration von Validierern und Stakes in Deutschland und den USA auf. Hetzner beherbergte über 40 % der Validierer und über 20 % aller gestakter SOL Coins.

Anfang November änderte Hetzner seine Politik für die Nutzung seiner Server und entfernte alle Solana-bezogenen Aktivitäten. Glücklicherweise reichte die Konzentration nicht aus, um das Netz dadurch lahm zu legen. Dennoch verdeutlicht das Ereignis die potenziellen Risiken einer zu großen Netzwerkkonzentration an einem einzigen geografischen Standort und in einem einzigen Rechenzentrum.

Wie die folgende Grafik zeigt, ist bei Solana glücklicherweise aktuell kein einziges Rechenzentrum in der Lage, 33,3% der Validierer zu hosten. OVH SAS zeigt allerdings eine ungesunde Tendenz hinsichtlich der Anzahl der Validierer. Allerdings betrifft das nicht die Anzahl an gestakten SOL Coins.

Die Kategorie “Sonstige”, die mehr als 30% der Gesamtbeteiligung ausmacht, besteht aus mehr als 125 einzelnen Rechenzentren und stellt damit keine Gefahr dar.

Betrachten wir die 28 größten Validierer, die den Nakamoto-Koeffizienten ausmachen, ergibt sich ein etwas anderes Bild als bei der offensichtlichen Konzentration bei OVH SAS nach der Migration in Folge des Hetzner-Vorfalls.

Diese 28 Validierer kontrollieren mehr als 33% des Netzwerks. Auffällig ist dabei, dass mehr als die Hälfte von Amazon und Terraswitch gehostet werden. Dass reicht zwar noch nicht aus, um Absprachen gegen das Netzwerk zu befürchten, allerdings ist das ein Punkt, den man im Auge behalten sollte.

Zusammenfassend lässt sich allerdings festhalten, dass die Dezentralität bei Solana ausreichend gewahrt wird. Das Netzwerk ist nach wie vor gesund und tatsächlich hat der Hetzner-Vorfall dazu geführt, dass sich eine große Menge von Validierern und gestakten SOL Coins auf dutzende von anderen geografischen Standorten und Datenzentren verteilt und damit die Dezentralität verbessert hat.

Anwendungen auf Solana

Solana zählte vor dem FTX Crash nicht zu unrecht zu einem der am meisten diskutierten Layer-1-Blockchains. Das Netzwerk verfügt über eine Vielzahl von Anwendungen in den Bereichen DeFi, Web 3.0, NFTs und Gaming. Insgesamt sind es deutlich zu viele, als das wir uns jedes nennenswerte Projekt genauer anaschauen können. Daher konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf einige wenige, die eine besondere Erwähnung verdient haben.

Die folgende Grafik ist allerdings eine von Messari erstellte Übersicht des Ökosystems auf Solana. Sie enthält viele Projekte aus den verschiedenen Teilbereichen und kann daher für einen detaillierteren Einblick genutzt werden.

Solana’s DeFi

Den DeFi-Sektor auf Solana hat der Zusammenbruch der Krypto Börse FTX zweifelsohne am härtesten getroffen. Wie wir auf Bitcoin-Bude bereits vor der Implosion von FTX berichtet haben, hatte der Sektor mit massiven Abflüssen von verwaltetem Kapital (TVL) zu kämpfen.

Wie die Grafik zeigt, ist das TVL auf Solana von einst 10 Milliarden Dollar auf nur noch 230 Millionen geschrumpft. Das ist ein Rückgang von insgesamt 97,7% und lässt sich nicht schön reden. Doch um das Ganze in den richtigen Kontext zu setzen, müssen wir uns auch andere Blockchains in dieser Hinsicht anschauen.

Wie die folgende Tabelle zeigt, haben alle Blockchains durch die anhaltend negative Marktlage mit einem erheblichen Rückgang des TVL, gemessen in seinem US-Dollar-Wert, zu kämpfen. Ethereum weißt hier mit -79% den noch “besten” Wert auf. Bei Avalanche und Fantom, direkten Konkurrenten von Solana, waren es hingegen mit -93% und -95% ähnlich schlechte Werte wie bei Solana selbst.

Dieser starke Rückgang in TVL ist natürlich nicht einzig und allein durch den Abfluss von Kapital aus dem DeFi-Bereich zu erklären. Vorranging liegt es daran, dass hier viele Vermögenswerte mit einfließen, die keine Stablecoins sind und folglich selbst stark in ihrem Wert gesunken sind.

Schlussfolgernd macht Solana hier als absolutes Schlusslicht dennoch keine gute Figur. Es ist deutlich, dass der Zusammenbruch der Krypto Börse FTX und dem Schwesterunternehmen Alameda Research deutliche Spuren in dem Segment hinterlassen haben. Die große Frage ist, ob das DeFi-Ökosystem von Solana in der Lage ist, sich davon zu erholen. Etwas, was wahrscheinlich nur durch innovative und interessante Applikationen zu bewerkstelligen ist.

Solana native dezentrale Krypto Börsen

Solana hat zweifelsohne einige dezentrale Krypto Börsen (DEXs) vorzuzeigen. Doch wenn es um die Zukunft von DeFi auf der Blockchain der SOL Coin geht, sind insbesondere drei Namen erwähnenswert, die wahrscheinlich vielen noch kein Begriff sind. Diese Namen sind OpenBook, Ellipsis Labs und Lifinity.

OpenBook ist eine von der Community betriebene Abspaltung (Fork) der bekannten DEX Serum V3. Eine, die sogar von Serum’s Twitter-Kanal, offen befürwortet wurde. Aktuell verwendet OpenBook noch den SRM-Token von Serum aus Gründen der Einfachheit. Die Entwickler geben aber an, dass sie möglicherweise davon weggehen, was die Option offen lässt, dass die DEX zukünftig eventuell sogar ihren eigenen Token einführen wird. Die Möglichkeit eines Airdrops wurde allerdings bislang verneint.

Das Phoenix Orderbook von Ellipsis Labs erweitert sogar noch Serums ursprüngliche Vision des Central-Limit-Order-Book (CLOB) um eine Reihe von Design-Entscheidungen, wodurch die DEX noch effizienter werden soll. Die DEX wird aktuell auf dem Dev Testnet ausgiebig getestet und ist damit noch nicht live.

Zu guter Letzt nutzt Lifinity konzentrierte Liquidität und ein proaktives Market-Maker-Modell. Dadurch erhofft man sich, die Abhängigkeit von Arbitrageuren zu beseitigen. Gleichzeitig sollen unbeständige Verluste durch die Begrenzung von Geschäften gegen veraltete Preise reduziert werden und vieles mehr. Mit LFNTY besitzt die DEX auch einen eigenen Token.

Derivate und Optionen

Jeder, der unseren berühmt berüchtigten Newsletter über das Potential des Optionshandels im Bereich von DeFi gelesen hat, weiß um das Potential dieses Segments.

Doch dieses begrenzt sich nicht nur auf den dezentralen Optionshandel, sondern Derivate und strukturierte Produkte im Allgemeinen. Auf Solana befinden sich bereits zahlreiche Teams die sich genau damit auseinandersetzen. Einige erwähneswerte Namen sind hier Zeta Markets, Mango Markets, Drift, PsyOptions, Cega, Friktion und 01.

Die Teams dieser Projekte versuchen, zentrale Probleme zu lösen. Dazu gehören unter anderem die Beschaffung von Liquidität, der Handel von Cross-Margin und die Unterstützung von neuen Vermögenswerten.

NFTs auf Solana

Solana war schon immer für eines bekannt und zwar seinen regen Handel mit Non-Fungible-Tokens (NFTs). Überraschenderweise hat der Handel mit diesen JPEGs sogar der gesamten Krise erfolgreich getrotzt. Das tägliche Verkaufsvolumen, gemessen in der SOL Coin, erreichte im November sogar fast ein Allzeithoch.

Darüber hinaus wurde das NFT-Ökosystem von Solana durch die kontinuierliche Optimierung des Digital Asset Standard von Metaplex befeuert. Dieser stellt den Standard für alle NFTs auf Solana dar.

Auch hier wird die Innovation weiter vorangetrieben. So entwickelt Metaplex seine beliebten Open-Source-Minting-Lösungen wie Candy Machine weiter und kündigte kürzlich No-Code-Lösungen für technisch weniger versierte Schöpfer von NFTs an.

Des Weiteren sollen durch neue Komprimierung von Metaplex für NFTs die Kosten für die On-Chain-Speicherung von NFTs drastisch gesenkt werden. Durch die Komprimierung können bis zu 1 Million NFTs für ~6 SOL (~70$) und 100 Millionen für ~50 SOL (~570$) gleichzeitig geprägt werden.

Darüber hinaus ermöglicht es Phantom seinen Nutzern durch seine Browsererweiterung, ihre NFTs direkt auf Magic Eden zu listen. Atomic Wallet hat währenddessen die Unterstützung für Solana NFTs auf seiner Desktop- und Mobilversionen angekündigt und Rarible bleibt einer der größten NFT Börsen. Solana ist in diesem Sektor nach wie vor das zweitgrößte Netzwerk in Bezug auf das sekundäre Verkaufsvolumen und verringert seinen Rückstand auf Ethereum.

Trotz aller Umstände ist Solana damit im NFT-Sektor weiterhin stark positioniert. Ein Sektor, dem bis 2030 ein Wachstum auf bis 231 Milliarden US-Dollar zugetraut wird.

GameFi auf der Blockchain der SOL Coin

Zu dem Thema fällt mir ein weitere Newsletter-Ausgabe ein, in der wir das Potential von Metaverse & Gaming besprochen haben. So gut wie jede größere Layer-1-Blockchain kämpft aktuell darum, sich möglichst gut für GameFi zu positionieren und das hat auch seinen Grund.

Doch wie steht Solana in dieser Hinsicht dar?

Mit der Initiative Solana Ventures und ihrem 150 Millionen Dollar schweren Fonds zur Förderung eines Gaming-Ökosystems ist hier bereits einiges in Bewegung gekommen. Seitdem sind weitere Investoren wie Magic Eden’s Magic Ventures, Infrastrukturen wie das Gaming-Launchpad Ancient8’s DoJo und Spiele-Entwickler wie Eternal Dragons hinzugekommen.

Nichtsdestotrotz muss sich Solana in dieser Nische noch behaupten und das funktioniert am besten durch erfolgreiche Gaming-Titel. Star Atlas war bislang der wohl bekannteste Titel, der auf der Solana-Blockchain gestartet ist. Nur leider enttäuschte das Team eher durch seinen Fokus auf den Verkauf von NFTs, anstelle der Entwicklung eines wirklich guten Games. Zumindest war das bislang mein persönlicher Eindruck.

Ein anderer erwähnenswerter Titel ist das Mobile-Game CryoWar. Doch leider wurde hier ein verheißungsvolles Projekt durch eine extrem schlechte Tokenomics völlig in den Sand gesetzt. Ob nun Absicht oder Unvermögen dahinter gesteckt hat, ist einerlei. Das Ergebnis ist dasselbe.

Im Gegensatz dazu steht Ev.io. Hier handelt es sich um einen Free-to-Play Ego-Shooter.

Spieler können hier ihre Gegner mit Sci-Fi-Waffen auf Trab halten, um “e”-Marken zu verdienen. Das Spiel punktet in jedem Fall mit einem unkomplizierten Einstieg. Spieler brauchen nämlich weder ein Konto noch irgendwelche Erfahrungen mit Kryptowährungen, um einzusteigen und loszulegen. Es funktioniert ohne einen Download im Browser des Nutzers.

Fazit zum Status Quo von Solana

Wir haben über die Entwicklergemeinschaft, die technische Innovation und Dezentralität des Netzwerks von Solana und seiner SOL Coin gesprochen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Behauptung, Solana sei in einer vollständigen Abhängigkeit zu der Krypto Börse FTX, falsch ist.

Bezeichnungen wie “SBF-Chain” werden der Blockchain und der dortigen Entwickler-Gemeinschaft nicht gerecht. Zwar hatte der FTX Crash einen signifikanten Einfluss auf das Projekt und den Solana Kurs, allerdings sollte dieser nicht einzig und allein über die Zukunft des Netzwerkes bestimmen können. Nach wie vor sehen wir, dass Verbesserung an seiner Kerninfrastruktur und -funktionalität stattfinden.

Doch nutzt all das natürlich nur wenig, wenn es keine Anwendungen gibt, die darauf aufbauen. Doch auch hier sind nach wie vor innovative Vorstöße zu erkennen. Es zeigt sich zudem, dass Solana insbesondere in Sachen NFTs nach wie vor stark positioniert ist. Projekte in den Bereichen DeFi und GameFi versuchen zudem, einst erlebte Größe zurückzugewinnen. Etwas, was angesichts der stark anwachsenden Konkurrenz, kein leichtes Unterfangen wird.

Abschließend ist noch die Situation zu den Investoren von Solana erwähnenswert. Eine häufige Kritik war nämlich, dass FTX zu einer kleinen Gruppe von Investoren gehöre, die nur darauf aus ist, aus Projekten, die auf Solana aufbauen, möglichst viel Gewinn abzuschöpfen. Zu sogenannten “Sam-Coins” gehören insbesondere Serum, Oxygen und MAPS.

Doch sind diese mit FTX verwandten Mitglieder dieser Gruppe von Investoren glücklicherweise nicht die einzigen, auf die das Projekt zurückgreifen kann. Weitere Investoren und Unterstützer sind Jump, CMS, Sino und Multicoin. Noch größer ist allerdings die Gruppe der Investoren auf der Risikoseite. Dazu zählen Foundation Capital, Race Capital und weitere, die bereits vor FTX in die SOL Coin investiert waren.

Entscheidend wird auch die Fähigkeit sein, neue Investoren für das Ökosystem zu begeistern. In dieser Hinsicht hat Chris Burniske von Placeholder und R89 Capital nach dem Zusammenbruch von FTX lautstark neue Perspektiven für Solana angeboten.

Wenn alle hier diskutierten, positiven Komponenten, zusammen genommen, es schaffen, die seit langem bestehenden Probleme dieses Ökosystems zu beheben, was auch insbesondere die Tokenomics der SOL Coin mit einschließt, könnte Solana eventuell stärker als je zuvor aus dieser Krise hervorgehen. Damit wäre also meine Solana Prognose durchaus realistisch. Doch bis dahin ist es ein noch langer und beschwerlicher Weg.

Zum Schluss gehen Credits an James Trautman von Messari raus, auf dessen Arbeit große Stücke dieses Berichts aufbauen.

   
Quelle

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