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Bitcoin-Kurs springt dank positiven Inflationsdaten auf 17.000 US-Dollar

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Bitcoin (BTC) ist am heutigen 15. November zur Handelseröffnung an der Wall Street auf 17.000 US-Dollar gesprungen, nachdem neue US-Wirtschaftsdaten einen leichten Rückgang der Inflation vermuten lassen.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Inflationsdaten sorgen für Aufschwung

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist der Bitcoin-Kurs damit fast zurück auf ein mehrtägiges Hoch vorgestoßen.

Dabei hatte die Volatilität schon knapp eine Stunde vor der Veröffentlichung der neuen Inflationszahlen – gemessen als Erzeugerpreisindex (EPI) – eingesetzt.

Der amerikanische EPI fällt dabei niedriger bzw. besser als erwartet aus, denn insgesamt steht nur eine leichte Steigerung von 0,2 % gegenüber der Prognose von 0,4 % auf dem Tableau und im Vergleich zum Vorjahr liegt der EPI bei 8 % anstatt der erwarteten 8,3 %.

Damit steht der EPI für diesen Monat im klaren Kontrast zum Vormonat, womit die Inflationskennzahl die aus dem Verbraucherpreisindex (VPI) abgelesene Entwicklung stützt, denn dieser hatte vergangene Woche bereits angedeutet, dass die Kaufkraftentwertung in den USA langsam abnimmt.

Gute Nachrichten für risikobehaftete Finanzprodukte wie Kryptowährungen, denn niedrigere Inflation lässt darauf hoffen, dass die US-Zentralbank schon bald von ihrer aggressiven Geldpolitik abrückt.

„Guter VPI & guter EPI“, wie Cointelegraph-Experte Michaël van de Poppe entsprechend nüchtern feststellt.

Andere Beobachter sind hingegen weniger hoffnungsvoll, denn die Quantitative Straffung der Zentralbank war bisher einfach zu einschnürend.

„Die Zentralbank stützt sich für ihre Entscheidungen auf den VPI“, wie der Analyst Venturefounder angesichts der Freude um den positiven EPI zu bedenken gibt.

„Der Markt reagiert auf die positive Meldung, und die Inflation könnten tatsächlich ihren Höhepunkt überschritten haben, aber ich finde es eher alarmierend, dass der EPI selbst ein Jahr nach rekordverdächtiger Quantitativer Straffung noch immer bei 8 % liegt.“

US-Erzeugerpreisindex (EPI). Quelle: Bureau of Labor Statistics

Die Börse hat unterdessen ebenfalls optimistisch auf die neuen Inflationszahlen reagiert, so konnten die wichtigen Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq Composite um 1,7 % bzw. 2,4 % zulegen.

Der US-Dollar-Index (DXY) gerät hingegen weiter unter Druck und rutscht dadurch erstmals seit Mitte August wieder unter 105,5 Punkte.

US-Dollar-Index (DXY). Quelle: TradingView

Kommt es zur „finalen Kapitulation“?

Insgesamt fällt der Optimismus um Bitcoin bei den Experten jedoch weiterhin gering aus.

Immerhin sieht der Krypto-Trader Seth eine bullische Divergenz im Wochendiagramm, die für zusätzlichen Schub sorgen könnte.

„Die Bären haben vom FTX-Debakel profitiert. Wer hätte gedacht, dass die zweitgrößte Kryptobörse Insolvenz anmelden muss“, so der Experte auf Twitter.

Weniger erfreuliche Voraussichten kommen derweil von Matthew Hyland, der seine vorherige Warnung durch die momentane Kursentwicklung von Bitcoin bestätigt sieht.

„Die vorherigen beiden Überschneidungen haben Abschwünge von 46 % und 57 % mit sich gebracht, NACHDEM die Überkreuzung bestätigt wurde“, wie der Analyst mit Blick auf den Moving Average Convergence/ Divergence (MACD) Indikator im Dreitagesdiagramm zu erklärt.

Bitcoin-Dreitagesdiagramm mit MACD. Quelle: Matthew Hyland/Twitter

Auch der Trader Il Capo of Crypto geht von weiteren Verlusten aus, die schon bald „wahrscheinlich zur finalen Kapitulation“ führen werden.

   
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